Dreizehn Musen und zwei Katzen, die Baskenmütze und der Walzer von Stettin

Meine Zeit als Stadtschreiberin von Stettin ist nun zu Ende. Es ist Herbst, Zeit des Loslassens. der Reflexion. Zeit danke zu sagen. Dabei habe ich auch vieles versäumt, vieles nicht geschafft. Mit so vielen Menschen wollte ich noch sprechen, mit Przemek Głowa, Weronika Fibich, Rafał Bajena, Władysław Gnat und anderen. So viel wollte ich besichtigen, zum Beispiel den renovierten Westflügel des Schlosses der Pommerschen Herzöge. Auch im Theater Kana und anderen Stettiner Theatern, Polski, Współczesny, Mały, in den Galerien Off-Marina und Trafo, in den Filialen des Nationalmuseums, im PRL-Museum, [1] in der Gedächtnisstube Stołczyn, in der St.-Trinitatis-Kirche (Sitz der Evangelisch-Augsburgischen Gemeinde) wäre ich gern öfter gewesen. Einige Freunde wollten mich in Stettin noch besuchen – Manfred Mack, Edith Hubrich-Mischewski… Gott sei Dank ist es ja nur ein Katzensprung von Berlin nach Stettin oder, wie man es auf Polnisch sagt, ein „Wurf mit der Baskenmütze“ [2].

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Wege von Berlin nach Stettin. Begegnung mit dem Verein Städtepartner Stettin e.V.

Es ist Spätsommer, die Sonne scheint, der Kaffee duftet, die Möwen schreien, die Tauben turteln, einen schönen guten Morgen, was gibt es Spannendes in Stettin? Natürlich eine ganze Menge. Gott sei Dank gibt es aber vor allem die unsterbliche Tageszeitung Kurier Szczeciński, und das seit 1945. Hier erfahre ich alles. Der Unabhängigkeitstag der Ukraine und ein wichtiges Solidarność-Jubiläum, nämlich der 45. Jahrestag der Unterzeichnung des so genannten August-Abkommens in Danzig und Stettin [1], werden gefeiert. (Ja, Stettin hat in der Solidarność-Bewegung eine bedeutende Rolle gespielt.) Es wird des 86. Jahrestages des Ausbruchs des Zweiten Weltkrieges gedacht. Erinnert und gefeiert wird auch die Eröffnung vieler polnischer Schulen vor 80 Jahren in Szczecin. Plakate am Lyzeum Nr. 1 kündigen es an – dort wird das Jubiläum besonders feierlich begangen. Es wird auch der ersten Direktorin und Initiatorin der Schule, Janina Szczerska, gedacht, die allerdings für die Trennung der Bildung nach Geschlechtern war. Das Lyzeum Nr. 1 war zunächst also nur eine Mädchenschule, mein Lyzeum Nr. 2 (1946 eröffnet) eine Jungenschule.

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