Dreizehn Musen und zwei Katzen, die Baskenmütze und der Walzer von Stettin

Meine Zeit als Stadtschreiberin von Stettin ist nun zu Ende. Es ist Herbst, Zeit des Loslassens. der Reflexion. Zeit danke zu sagen. Dabei habe ich auch vieles versäumt, vieles nicht geschafft. Mit so vielen Menschen wollte ich noch sprechen, mit Przemek Głowa, Weronika Fibich, Rafał Bajena, Władysław Gnat und anderen. So viel wollte ich besichtigen, zum Beispiel den renovierten Westflügel des Schlosses der Pommerschen Herzöge. Auch im Theater Kana und anderen Stettiner Theatern, Polski, Współczesny, Mały, in den Galerien Off-Marina und Trafo, in den Filialen des Nationalmuseums, im PRL-Museum, [1] in der Gedächtnisstube Stołczyn, in der St.-Trinitatis-Kirche (Sitz der Evangelisch-Augsburgischen Gemeinde) wäre ich gern öfter gewesen. Einige Freunde wollten mich in Stettin noch besuchen – Manfred Mack, Edith Hubrich-Mischewski… Gott sei Dank ist es ja nur ein Katzensprung von Berlin nach Stettin oder, wie man es auf Polnisch sagt, ein „Wurf mit der Baskenmütze“ [2].

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Die Pommersche Bibliothek (Książnica Pomorska) in der Dworcowa 8

Wandgemälde in der Getta-Warszawskiego-Straße, mit den Symbolen der Stadt (der Pommersche Greif) und des Stettiner Fußballvereins Pogoń Szczecin. Foto: © Brygida Helbig
Wandgemälde in der Getta-Warszawskiego-Straße, mit den Symbolen der Stadt (der Pommersche Greif) und des Stettiner Fußballvereins Pogoń Szczecin
Foto: © Brygida Helbig

Die letzten Sommertage in Stettin. Noch einmal schönes Wetter. Und ein neues Wandgemälde in meiner Straße – ein Schiff, das mit voller Kraft voraus strebt, mit den Symbolen der Stadt und des Stettiner Fußballvereins Pogoń Szczecin, den es seit 1948 gibt. Zahlreiche bemerkenswerte Wandgemälde und -mosaiken schmücken die Stadt, und es werden eigens dafür konzipierte Stadtspaziergänge angeboten. Das dynamische Gemälde hat jedenfalls die Straße Getta Warszawskiego noch lebendiger gemacht.  Darunter kann man übrigens saftiges, frisches Gemüse kaufen in einem Laden, der noch aussieht wie in Zeiten meiner Kindheit.

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Kaffee-Trinken mit dem Stadtpräsidenten im Skandinavischen Haus

Nicht jeden Tag wird man zu einer Kaffeerunde mit dem Stadtpräsidenten (Oberbürgermeister) eingeladen. Ich hatte letzte Woche die Ehre. Man hat mich zu einem Gespräch mit Herrn Piotr Krzystek und seinen Mitarbeiterinnen – der Bürodirektorin Agnieszka Gardocka und der Leiterin der Abteilung für internationale Zusammenarbeit Anna Szlesińska – eingeladen, und auch zur Pressekonferenz. Und zwar in eine ganz besondere Lokalität: ins wunderschöne Skandinavische Haus. Und so habe ich sozusagen aus erster Hand viel Neues über Stettin, und insbesondere seine Beziehungen zu den nordischen Nachbarn erfahren.

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